ChatGPT, Copilot und Co. schreiben, übersetzen und fassen zusammen – in Sekunden. Wer versteht, wie diese Werkzeuge arbeiten, nutzt sie besser und fällt nicht auf ihre Schwächen herein.
KI rechnet mit Wahrscheinlichkeiten: Sie schreibt, was am besten passt – nicht, was sicher stimmt.
Stark bei Sprache: Entwürfe, Zusammenfassungen, Übersetzungen, Ideen.
Schwach bei Fakten: Zahlen, Normen, Namen und Aktuelles immer prüfen.
Künstliche Intelligenz ist im Arbeitsalltag angekommen. Sprachmodelle wie ChatGPT, Microsoft Copilot oder Google Gemini beantworten Fragen, schreiben Texte und werten Dokumente aus. In vielen Betrieben werden sie längst genutzt – oft ganz selbstverständlich, ohne dass es jemand festgelegt hat.
Ein Sprachmodell hat aus riesigen Textmengen gelernt, welche Wörter typischerweise aufeinander folgen. Bekommt es eine Frage, setzt es Wort für Wort die wahrscheinlichste Antwort zusammen. Es „weiß“ also nichts im menschlichen Sinn – es formuliert, was plausibel klingt.
Das erklärt beide Seiten: Die Texte sind flüssig und klingen kompetent. Fehlt dem Modell aber Wissen, erfindet es mitunter eine Antwort, die genauso überzeugend klingt. Fachleute nennen das „Halluzinieren“.
Merksatz: KI ist ein schneller, belesener Assistent ohne Berufserfahrung. Sie liefert Entwürfe – die Verantwortung für das Ergebnis bleibt bei Ihnen.
Schreiben: E-Mails, Angebotstexte, Stellenanzeigen und Beiträge vorformulieren.
Zusammenfassen: lange Dokumente, Protokolle oder Anfragen auf den Punkt bringen.
Übersetzen: Datenblätter und Mails in andere Sprachen – mit anschließender Prüfung.
Ideen sammeln: Vorschläge für Formulierungen, Gliederungen und Lösungswege.
Erklären: Fachbegriffe, Formeln oder Excel-Funktionen verständlich machen.
Schwierig wird es bei allem, was exakt stimmen muss: Preise, Maße, Normen, Rechtsfragen, Namen und aktuelle Ereignisse. Auch Ihren Betrieb, Ihre Kunden und Ihre Abläufe kennt die KI nicht – es sei denn, Sie erzählen es ihr. Und genau dabei ist Umsicht gefragt, wie die nächste Lektion zeigt.
Dieser Kurs vermittelt Grundlagen aus der Praxis und ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: November 2026.
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