← Kursübersicht

KI-Grundkurs · Lektion 3 von 5 · ca. 7 Minuten

Vertrauen ist gut. Prüfen gehört dazu.

KI-Antworten klingen fast immer überzeugend – auch wenn sie falsch sind. Mit ein paar Handgriffen erkennen Sie Fehler, bevor sie beim Kunden landen.

Das Wichtigste in Kürze 03

Fakten gegenprüfen: Zahlen, Normen, Namen, Termine.
Quellen verlangen: und die Quelle selbst öffnen.
Genaue Aufträge: Je klarer die Frage, desto besser die Antwort.

Die KI gibt selten zu, dass sie etwas nicht weiß. Stattdessen erfindet sie im Zweifel eine Norm, ein Urteil oder eine Telefonnummer – sauber formuliert und auf den ersten Blick glaubwürdig. Deshalb gilt: Jedes Ergebnis, das den Betrieb verlässt, liest vorher ein Mensch.

Worauf Sie achten

Zahlen und Maße: Stimmen Preise, Mengen, Abmessungen und Rechenwege?
Normen und Vorschriften: Gibt es die genannte DIN, das Gesetz, den Paragrafen wirklich – in der aktuellen Fassung?
Namen und Kontaktdaten: Personen, Firmen, Adressen und Telefonnummern immer selbst nachschlagen.
Aktualität: Viele Modelle kennen nur einen Wissensstand bis zu einem bestimmten Datum.
Ton: Passt die Formulierung zu Ihrem Betrieb und zum Empfänger?

Vier-Augen-Prinzip: Die KI ist das erste Augenpaar, Sie sind das zweite. Bei wichtigen Texten – Angebote, Verträge, Veröffentlichungen – darf gern noch ein drittes dazukommen.

Bessere Aufträge, bessere Ergebnisse

Die Qualität der Antwort hängt stark von der Frage ab. Ein guter Auftrag an die KI enthält vier Dinge:
- Rolle („Du bist Vertriebsmitarbeiter eines Metallbaubetriebs“),
- Aufgabe („Schreibe eine Antwort auf diese Anfrage“),
- Rahmen („höflich, höchstens 120 Wörter, Sie-Form“) und
- Material (die Anfrage selbst – ohne vertrauliche Daten).

Passt das Ergebnis noch nicht, fragen Sie nach: „kürzer“, „förmlicher“, „als Aufzählung“. Die KI arbeitet im Gespräch – der zweite oder dritte Entwurf ist oft der beste.

Dieser Kurs vermittelt Grundlagen aus der Praxis und ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: November 2026.